Die 3. Utopianale 2015: Filmfestival verzeichnet weiteres Wachstum!

Auch die 3. Utopianale war ein voller Erfolg, im doppelten Sinne.

Das Festival in Linden mit Dokumentarfilmen nachhaltiger Lebensstile hat am vergangenen Wochenende erneut viele Gäste begrüßen können.

Mit insgesamt über 290 verkauften Tageskarten und durch mehr als 80 Mitwirkende hat die Veranstaltung, die durch einen „Markt der Möglichkeiten“ auch großes Vernetzungspotential besitzt, auch die neuen Räumlichkeiten gut gefüllt.

Die Kooperation mit der Stadtteilkulturarbeit und der Umzug ins Freizeitheim Linden, da die Warenannahme des Kulturzentrums Faust zu klein geworden war, hat sich damit bewährt und auch die Erweiterung von einem auf zwei Tage ist gut aufgenommen worden. Kulturmanager Felix Kostrzewa, zuständiger Projektleiter für den Verein Wissenschaftsladen Hannover e.V., freute sich besonders daran, dass mehr Filme gezeigt werden konnten und dass die Zahl der begleitenden Workshops von 3 auf 8 gesteigert werden konnte. Rund um die Frage „Wie wollen wir arbeiten?“ wurde in diesen Arbeitsphasen mit im Durchschnitt mehr als 25 Menschen darüber nachgedacht, welche Wege einzuschlagen sind. Neben jetzt schon fast Alltäglichem, wie einer Beteiligung beim Stadtentwicklungsdialog „Mein Hannover 2030“, war auch Exotischeres dabei. An den Film „Weniger arbeiten, mehr leben“ angelehnt fand z.B. auch ein Workshop (!) in Sachen Müßiggang statt. Mit 30 Interessierten gut besucht und trotz des Titels ergebnisreich.

Künstlerische Interventionen (Besonderer Höhepunkt am Samstag ein realer Müßiggang zum selbst beschreiten. Am Sonntag ein Bauarbeiter-Pärchen, das an einer neuen Welt arbeitete und die Besucher zum Mitmachen anregte) rundeten das Programm ab.

Zentral blieben aber die 7 Filmdokumentationen alternativer Lebensstile und das Kuratorium tat gut daran „Funfreedomfear“ zur Eröffnung zu zeigen und mit „Everyday Rebellion“ zu schließen. Nach dem Ersten war das Gespräch mit der Nachwuchs-Regisseurin und gleich 3 ihrer Darstellerinnen (aus Hannover) gleich ein Höhepunkt und auch Regisseur Claus Hanischdörfer (SWR-Weniger arbeiten mehr Leben) zeigte sich von der Qualität des Films beeindruckt.

Der Schlussfilm, gleichzeitig der längste Film des Festivals, reiste beeindruckend lebensnah durch die Welt des gewaltfreien Widerstands gegen die negativen Auswirkungen der Globalisierung. Das dafür der Saal auch am Ende eines vollen Festivalwochenendes noch einmal ganz besetzt war machte auch den Dank der Besucherinnen an das vor dem Abschlussfilm auf der Bühne versammelte Team zu einem besonderen Moment für alle Beteiligten.

Angedeutet wurde auch bereits, dass in 2016 ebenfalls eine Utopianale stattfinden kann. Erste Freiwillige und Teammitglieder durften sich in Listen eintragen und setzen im Sinne der Tagesgemeinschaft fort: „Wie wollen wir arbeiten?“ in jedem Fall an einer nächsten Utopianale!

VeranstalterInnen:
- Wissenschaftsladen Hannover e.V.
- Urban FutureS – Netzwerk Hannover

In Kooperation mit:
- Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der LHH
- Stadtteilkulturarbeit der LHH – FZH LInden
- Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds.
- Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN)
- Verein Niedersächsicher Bildungsinitiativen e.V. (VNB)
- Transition Town Hannover e.V.
- Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V.
- und einige mehr, mit kleineren Beiträgen.

Projektleitung: Felix Kostrzewa – Kulturmanagement (Grotestraße 12 – 30451 Linden)

Ort: Freizeitheim Linden – Windheimstraße

Zeit: 21. & 22.02.2015 ca. von 10.00 bis 21.00 Uhr (Samstag) und 10-19 (Sonntag)